
RessourcenAuch Gleichstellungspolitik kann ohne personelle und materielle Basis nicht umgesetzt werden. Diese Basis ist an Fachhochschulen bescheiden - sowohl absolut als auch relativ im Vergleich zu anderen Hochschularten und Bundesländern. Vor Ort konzentriert sich die Arbeit auf die Frauenbeauftragte. Deren zeitliche Entlastung ist gering, personelle Unterstützung allenfalls stundenweise verfügbar. Die bescheidenen Zuwendungen, die das Land den staatlichen Fachhochschulen aus den bisherigen Hochschulsonderprogrammen zur Durchführung von Veranstaltungen und anderen laufenden Aktivitäten der Frauenbeauftragten gewährt hat, laufen spätestens 2001 aus. Inwieweit die traditionell besonders unterfinanzierten Fachhochschulen die dadurch entstehenden Lücken (rund 10.000 DM je Hochschule und Jahr) schließen können, ist offen - von wünschenswerten Aufstockungen ganz zu schweigen. Jedenfalls besteht ein spürbarer Anreiz zum Einsatz hochschuleigener Mittel, weil eine wirksame Gleichstellungspolitik über die leistungsorientierte Hochschulfinanzierung zu Mehreinnahmen führen kann. Vor diesem Hintergrund ist es um so wichtiger, dass das Fortbestehen der Koordinierungsstelle auf der Landesebene seit kurzem gesichert ist. Sie ist ab 2001 im Landeshaushalt etatisiert, wird also nicht mehr aus befristeten Sonderprogrammen finanziert. Die Koordinierungsstelle ist eine zentrale Anlaufstelle für die Frauenförderung an Fachhochschulen. Derzeit drei Teilzeit-Mitarbeiterinnen entlasten die Frauenbeauftragten vor Ort durch spezielle Dienstleistungen und unterstützen die Landessprecherinnen. | zurück | |