
Instrumente wirksamer machenDie Gleichstellungspolitik gehört zu den Politikbereichen mit den größten Umsetzungsdefiziten. Das wurzelt nach unserer Überzeugung nicht zuletzt in der ausgeprägten Dominanz problematischer Regulierungen: Die einschlägigen Gebote und Verbote können von den Frauenbeauftragten und der Politik nur unzureichend kontrolliert werden, und Sanktionen sind nicht vorgesehen. Finanzielle Anreize zur Verhaltenssteuerung gab es bis vor kurzem nur in Form von Förderprogrammen; die materielle Basis für die laufende Arbeit war und ist gering. In der Folge hingen Erfolge in der Gleichstellungspolitik fast ausschließlich von der persönlichen Kommunikation vor Ort ab, namentlich von der Offenheit der EntscheidungsträgerInnen und von der Überzeugungskraft der Frauenbeauftragten. Wirksamere Instrumente sind für uns deshalb eine notwendige Voraussetzung für spürbare Fortschritte. Pionierarbeit haben wir bei innovativen Instrumenten geleistet, die das Eigeninteresse der Beteiligten zielgerecht aktivieren: Automatische finanzielle Anreize über die Einbeziehung des Gleichstellungsauftrags in die Hochschulfinanzierung, Kommunikation und Information über das Internet. Ergänzend setzen wir uns für den Ausbau bewährter traditioneller Instrumente ein - darunter Beteiligungsrechte der Frauenbeauftragten, FH-spezifische Förderprogramme und Ressourcen für die laufenden Aktivitäten an den einzelnen Hochschulen und auf der Landesebene. | Handlungskatalog VI* | Kurzbeschreibung der Website || weiter | |