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Nicole Peters
30 Jahre, ledig, 4 Kinder
mit 15 Jahren mittlere Reife 10. Klasse Gymnasium,
danach Geburt der ersten Tochter
1 Jahr Tätigkeit als Kindermädchen
1996 Beginn des Telekollegs zum Erwerb der Fachhochschulreife
1998 erfolgreicher Abschluss des Telekollegs, sowie Vorpraktikum
1999 Beginn des Studiums WI an der FHT Esslingen
Zur Person
Die
Arbeit mit Kindern und meine eigenen Kinder haben mich schon immer seelisch
bereichert und zutiefst erfüllt. Ursprünglich wollte ich nach
der 10. Klasse Erzieherin werden. Die Geburt meines ersten Kindes hatte
diese Pläne allerdings korrigiert.
Entgegen aller Prognosen, schafften wir es ganz gut und schon damals wünschte
ich mir noch mehr Kinder. Auch war ich stets der Meinung durch mein geringes
Alter alle Zeit der Welt zu besitzen und der Auffassung, dass mir das
Leben noch genug Optionen bieten würde, einen beruflich qualifizierten
Weg zu gehen.
Während meiner Zeit als Hausfrau und Mutter habe ich mich intensiv
mit der Pädagogik Steiner´s sowie dem Anthroposophischen Weltbild
auseinandergesetzt. Ich wurde aktives Mitglied unseres Initiativkreises
für Waldorfpädagogik e.V. und meine Kinder besuchten in dieser
Zeit den Waldorfkindergarten. Nach vielen Überlegungen entschieden
wir uns auch für die Waldorfschule, was ich bis heute noch nie bereut
habe. Für mich als Mutter haben meine Kinder bis heute oberste Priorität,
und ich versuche stets, durch den richtigen Blick auf die individuelle
Entwicklungssituation das jeweilige Kind dort abzuholen, wo es sich momentan
befindet. Die Waldorfpädagogik, sowie sämtliche Pädagogische
Kräfte und Erzieher meiner Kinder, haben mich stets unterstützt
in meinem erzieherischen Ansinnen, durch spielerische Elemente den schöpferischen
Geist meiner Kinder zu stärken und nicht durch aufgepfropfte Korrektheit,
sowie rein intellektuelle, kopfige Erziehung.
Außer meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Waldorfkindergarten
und der Schule bin ich in der Kath. Kirche tätig, unter anderem als
Tischmutter zur Kommunionsvorbereitung, sowie im Segelverein meiner Kinder,
und als Leichtathletiktrainerin in unserem ansässigen Leichtathletikverein.
1996 begann mein Partner durch seine Diplomarbeit in Brasilien viele Aufenthalte
dort zu absolvieren, sowie über längere Zeiträume dort
zu arbeiten. Da ich viel alleine war in dieser Zeit, meine Kinder noch
klein waren und abends schnell schliefen begann ich mich zu langweilen.
So suchte ich vergeblich nach einer Schule um meine Schulbildung noch
etwas zu verbessern. Leider hatte ich lange kein Glück, und selbst
im Oberschulamt in Stuttgart konnte man mir nicht helfen. Das Problem
war mit 23 Jahren war ich schon zu alt für ein „normales Gymnasium“
und für sämtliche Abendschulen benötigte ich eine abgeschlossene
Berufsausbildung. Keine Schule war bereit mich zu nehmen und meine Tätigkeit
als Mutter von 4 Kindern und Hausfrau anzuerkennen. Durch viele Recherchen
kam ich an die Carl-Schäfer-Schule nach Ludwigsburg, die damals noch
das Telekolleg anbot, mit regelmäßigem Unterricht abends bei
sich im Hause. Dort konnte ich dann den Hauswirtschaftlichen Zug belegen,
man anerkannte mir meine Zeit zu Hause an, und ich absolvierte die Fachhochschulreife
mit Psychologie und Biologie als Schwerpunktsfächer. In dieser Zeit
hatten wir dort viele sehr engagierte Lehrer, vor allem einen Mathematiklehrer
(Herr Schmiedel), der auch mir auf wundersame Weise die Geheimnisse der
Mathematik näherbrachte, was für mich später bei Herrn
Prof. Bühler von unschätzbarem Wert war. Nach der Trennung von
meinem Lebenspartner 1998 hatte ich grosse Bedenken was mein sozialer
und finanzieller Lebensweg betraf und begann viele Überlegungen zu
meinem beruflichen Werdegang. Obwohl viele Menschen mir in meiner Umgebung
abrieten, ein Studium zu beginnen, bekam ich doch immer Zuspruch von den
Menschen, die mich genau kannten. So entschied ich also nach Erhalt des
Studienplatzes und des positiven Bescheids der Stelle zum Vorpraktikum
(Studiumsvorleistung) mal einen Semester als Probe zu versuchen. Aus Angst
um meine Kinder konnte ich das Vorpraktikum anstelle von 3 Monaten Vollzeit,
in 6 Monaten Halbtags ableisten.
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